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 Werner Winkler's Lösungssammlung:

 


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Praxisbeispiel:

Frau Spranger fühlte sich ihren regelmäßig im Herbst wiederkehrenden Depressionen ausgeliefert. An den Zustand selbst hatte sie sich zwar im Laufe der Jahre einigermaßen gewöhnt, es wollte ihr aber nicht in den Kopf, dass sie dafür keine veränderbare Ursache finden konnte. Als sie sich mit einer französischsprachigen Kollegin darüber unterhielt, erzählte die ihr, dass man sich in Frankreich Depressionen "macht" und sie nicht wie in Deutschland nur "hat". Auch der Ausdruck "Ich bin depressiv" sei vor allem in Deutschland gebräuchlich. Das bestätigte sie in ihrem Verdacht, dass es sich bei ihrem Beschwerden um keine unveränderliche Krankheit handeln könne. Anfangs hatte sie die Diagnose des Arztes ja noch erleichtert, da es den diffusen Beschwerden einen klaren Namen gab. Die daraufhin vorgeschlagenen Therapien hatten aber kaum eine Verbesserung bewirkt. Als ersten Schritt (bis sie andere Möglichkeiten finden würde) veränderte sie ihr Verhalten dahingehend, dass sie das Wort "Depression" entweder gar nicht mehr benutzte oder (falls es ihr herausrutschte) den Zusatz " - wie jedes Jahr üblich" daranhängte. Ihr fiel auch auf, dass wenn sie ihren Zustand "Melancholie" oder "mentaler Winterschlaf" nannte, sie damit besser zurechtkam. Ihre "melancholische Gedichtesammlung" z.B. war inzwischen auf über 200 angewachsen. Ob sie das alles ohne ihre " jährlich wiederkehrende Phase" niedergeschrieben hätte?

 

Beschreibung:

Bekanntlich konstruieren wir mittels Sprache (Worte und Grammatik) unser Bild der Welt, auch unser Eigenbild. Und nicht selten hängt das subjektive Wahrnehmen eines Problems eng damit zusammen, wie wir selbst (oder andere) darüber reden.

 

Übung:

Formulieren Sie einige Sätze, die mit "Ich bin ..." beginnen. Versuchen Sie nun, diese in "Ich habe ...", "Ich zeige..." bzw. "Ich kann ..." umzuschreiben. Beobachten Sie den Unterschied